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ICF Canoe Sprint Masters World Championships vom 14.08. 16.08.2018 in Montomor-o-Velho (Portugal):

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Bild:Privat / 

Von links nach rechts: Marc Völz, Peter Pollak, Jens Kischkel, Thomas Freese, 

Eine erfolgreiche Saison geht die ü40-Mannschaft, die sogenannten “Masters” vom WSV Schwörstadt im Kanu-Rennsport zu Ende. Mitte Juni brachten Marc Völz und Jens Kischkel bereits 4 Medaillen von den German Masters in Duisburg zurück und nun stand mit den ICF Canoe Sprint Masters World Championships in Montemor-o-Velho, Portugal, der Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Direkt am Anschluss an die Masters WM wird die Regattabahn in Montemor-o-Velho dann Gastgeber für die Elite WM 2018 sein.

Bereits vor 2 Jahren bei der Masters WM in Litauen konnten die Schwörstadter mit einer Bronzemedaille im Viererkajak über die 200 Meter kurze Sprintstrecke aufhorchen lassen. Das besondere daran war, das damals mit Tim Hausotter, Marc Völz und Jens Kischkel drei Eigengewächse des WSV Schwörstadt im erfolgreichen Viererkajak paddelten. Das Ziel in Portugal war somit schnell definiert: wieder eine Medaille an den Hochrhein zurückbringen. Der sprintstarke Zweierkajak mit Jens Kischkel und Marc Völz mussten den Auftakt über die ungeliebten 1000 Meter geben. Die Saisonbestleitung gab das Duo in einem beherzten Halbfinale mit Platz 2 hinter Spanien ab. Das erste grosse Ziel, das A-Finale der besten 9 Boote zu erreichen war somit bestanden. Im Finale wurde das Duo achter.

Das Hauptaugenmerk wurde jedoch auf den Viererkajak gesetzt. Mit an Bord wurde der aktuelle deutsche Meister, Thomas Freese (TUS Bramsche) der Altersklasse M40 geholt. Mit Jens Kischkel, dem aktuellen deutschen Vizemeister im Einerkajak M40, Marc Völz und Peter Pollak (alle WSV Schwörstadt) fand sich die Crew bereits schon drei Tage vorher den Wettkämpfen ein, um sich bestens im Mannschaftsboot einzufahren. Peter Pollak nahm die über 2000 Kilometer lange Anreise mit dem Bootsanhänger und den eigenen Kajaks auf sich, um vor Ort das gewohnte Material zur Verfügung zu haben.

Im Gegensatz zu der WM 2016 in Litauen musste das Quartett nun anstatt über 200 Meter Sprintstrecke über die 500 Meter Kurzstrecke bestehen. Eingerahmt im Finale mit weiteren 8 Booten unter anderen aus Russland, Ukraine, Litauen, Weissrussland, Gastgeber Portugal stand nun bei heftigen Gegenwind die Nagelprobe in der Klasse M45 für den Viererkajak an. Und der Vierer erwischte wieder einen ihrer starken Starts, versuchte sein Glück in der Offensive und setzte sich bis 300 Meter sogar in Führung. Nur Weissrussland konnte dagegenhalten und konnte ab 300 Meter die Führung übernehmen. Trotz einer starken Schlussoffensive des deutschen Vierers konnte Weissrussland der Sieg nicht mehr streitig gemacht werden. Mit einer sehr starken Vorstellung und 1.5 Sekunden Rückstand holte der deutsche Vierer Silber und verteidigte seine Position vor Litauen.

Marc Völz konnte sich im Einerkajak über 200 Meter zum Abschluss der Titelkämpfe noch mal mit einem 8. Platz im B-Finale und rundete damit ein sehr gutes Gesamtergebnis aus Schwörstadter Sicht ab.